# Phishing-Kampagne von Bundesbank und BMF: 580 Mio. € Schaden 2025

Quelle: https://renditeradar.net/blog/phishing-kampagne-bundesbank-bafin-fake-mails-oktober-2026
Veröffentlicht: 03.11.2026
Herausgeber: Renditeradar (MKDIGIT)

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Bundesbank und BMF starten eine Kampagne gegen Phishing, die BaFin warnt vor Fake-Mails in ihrem Namen. Zahlen, Merkmale und Prüffragen mit Quellen im Überblick.

Die Deutsche Bundesbank und das Bundesfinanzministerium haben am **8. Oktober 2026** eine Kampagne gegen Phishing und Betrug im Zahlungsverkehr angekündigt. Laut Bundesbank gab es 2025 rund **1,8 Millionen** betrügerische Zahlungsvorgänge mit einem Schaden von **über 580 Millionen Euro**. Am **19. Oktober 2026** warnte die BaFin zusätzlich vor gefälschten E-Mails in ihrem Namen und vor einem erfundenen „Förderprogramm“ für den Wohnungsmarkt.

## Das Wichtigste in Kürze

- Die Kampagne „Machen wir Phishen Impossible“ läuft laut Bundesbank ab dem **10. Oktober 2026** etwa einen Monat lang, über soziale Medien und die Website phishen-impossible.de.
- Schirmherren sind die Bundesbank und das Bundesfinanzministerium. Beschlossen hat die Kampagne der im November 2025 gegründete „Roundtable Betrugsbekämpfung“.
- 2025 zählte die Bundesbank etwa 1,8 Mio. betrügerische Zahlungsvorgänge, Schaden: über 580 Mio. Euro.
- Die BaFin schreibt keine unaufgeforderten E-Mails an Privatpersonen und beauftragt auch keine Dritten damit. Echte Absender nutzen ausschließlich die Domain „@bafin.de“.
- Das angebliche „Bafin Bundessonderförderprogramm“ gibt es laut BaFin nicht. Die Aufsicht bietet keine eigenen Förderprogramme, Darlehen oder Zuschüsse für Wohnen oder Miete an.

## Was die Bundesbank und das BMF angekündigt haben

Nach der Pressemitteilung der Bundesbank vom 8. Oktober 2026 soll die Kampagne Menschen aller Altersgruppen helfen, verdächtige Inhalte zu erkennen, richtig zu reagieren und Betrugsversuche zu melden. Das Motto lautet „Innehalten, nachdenken, sich schützen“. Beteiligt sind neben den beiden Schirmherren Unternehmen und Institutionen aus Finanzwirtschaft, Telekommunikation und Handel sowie öffentliche Stellen.

Inhaltlich zeigen Videos aktuelle Maschen, etwa vorgetäuschte Identitäten oder Anrufe angeblicher Bankmitarbeiter. Die Website soll außerdem Hintergründe zu Betrugsmustern, weitere Informationsquellen und Handlungsempfehlungen für den Fall bieten, dass ein Betrug bereits erfolgreich war. Die Kampagne orientiert sich an einer gleichnamigen österreichischen Online-Kampagne. Die konkreten Handlungstipps stehen laut der Pressemitteilung auf der Kampagnenseite und nicht im Text der Mitteilung selbst.

## Die Zahlen im Überblick

Die Bundesbank nennt für 2025 zwei Größen. Daraus lässt sich ein einfacher Durchschnitt berechnen. Das ist eine Rechengröße, keine Aussage über einen einzelnen Fall:

| Größe | Wert (2025, laut Bundesbank) |
|---|---|
| Betrügerische Zahlungsvorgänge | rund 1,8 Mio. |
| Gesamtschaden | über 580 Mio. Euro |
| Rechnerischer Durchschnitt je Vorgang | 580 Mio. € ÷ 1,8 Mio. ≈ 322 € |

Weil der Schaden mit „über 580 Mio. Euro“ angegeben ist, liegt der tatsächliche Durchschnitt leicht darüber. Er sagt nichts darüber, wie die Schäden verteilt sind: Einzelne Fälle können deutlich kleiner oder größer ausfallen. Wie Banken und Zahlungsdienstleister im Streitfall haften, hängt vom Einzelfall ab. Einen Überblick zur Haftung findest du im Beitrag [Kontobetrug und Identitätsdiebstahl: Haftung der Bank](https://renditeradar.net/blog/kontobetrug-identitaetsdiebstahl-haftung-bank).

## Was die BaFin am 19. Oktober 2026 gemeldet hat

Am selben Tag veröffentlichte die BaFin zwei Warnungen für Verbraucherinnen und Verbraucher.

**Fake-Mails im Namen der BaFin:** Unbekannte schreiben Privatpersonen und Unternehmen unter einer BaFin-Absenderadresse. Die Empfänger sollen auf die Mail antworten, einen Link öffnen oder etwas unterschreiben. Nach Angaben der BaFin stammen diese Nachrichten nicht von ihr. Sie verwendet nur Adressen mit der Domain „@bafin.de“. Einzige Ausnahme ist die Newsletter-Adresse BafinWebDE@newsletter.gsb.bund.de. Die BaFin nennt drei Merkmale: unaufgeforderte Kontaktaufnahme, die Aufforderung zu antworten, zu klicken oder zu unterschreiben, und Absenderadressen außerhalb von „@bafin.de“.

**Angebliches Förderprogramm:** Betrüger werben mit einem „Bafin Bundessonderförderprogramm, Klasse 4a, SEPA-Mietzahlungsverkehr“. Laut BaFin ist das Programm erfunden. Die Täter fragen nach persönlichen Daten und Bankverbindungen, teils verlangen sie Vorauszahlungen. Die BaFin rät, solche Aufforderungen zu ignorieren und die Fälle bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft zu melden.

Dass sich Täter auf die Aufsicht berufen, ist nicht neu. Im September 2026 ging es um manipulierte Anrufer-Kennungen, dazu mehr im Beitrag [BaFin warnt vor gefälschten Anrufen (Call-ID-Spoofing)](https://renditeradar.net/blog/bafin-warnung-gefaelschte-anrufe-call-id-spoofing-2026). Wie unseriöse Angebote mit Festgeld werben, erklärt der Beitrag [Festgeld-Betrug: Fake-Anbieter erkennen](https://renditeradar.net/blog/festgeld-betrug-fake-anbieter-bafin-warnung-2026).

## Typische Merkmale laut Bundesbank und BaFin

Aus den beiden Quellen lassen sich einige Merkmale zusammentragen, die in den Warnungen vorkommen:

| Merkmal | Beispiel aus den Meldungen |
|---|---|
| Vorgetäuschte Identität | Anruf „angeblicher Bankmitarbeiter“ oder Mail im Namen einer Behörde |
| Unaufgeforderter Kontakt | Mail oder Anruf, den du nicht ausgelöst hast |
| Aufforderung zu handeln | antworten, Link öffnen, unterschreiben |
| Abfrage sensibler Daten | persönliche Daten und Bankverbindung |
| Geldforderung vorab | Vorauszahlungen für ein angebliches Programm |

Mehrere dieser Merkmale zusammen sind ein Anlass zum Innehalten, so wie es das Kampagnenmotto vorsieht. Ob eine konkrete Nachricht echt ist, kann dieser Beitrag nicht beurteilen.

## Was du jetzt prüfen kannst

- Stammt die Absenderadresse einer angeblichen BaFin-Mail aus der Domain „@bafin.de“? Die BaFin nennt nur eine Ausnahme, die Newsletter-Adresse.
- Hast du den Kontakt selbst ausgelöst, oder kam die Mail oder der Anruf unaufgefordert?
- Wirst du aufgefordert, zu antworten, einen Link zu öffnen oder etwas zu unterschreiben?
- Gibt es eine Stelle, die das Angebot bestätigt, zum Beispiel eine Rückfrage über die dir bekannte Telefonnummer deiner Bank, die du selbst heraussuchst?
- Weißt du, welche Wege dir dein Kontoanbieter zum Sperren von Karte und Online-Zugang anbietet? Informationen zu Anbietern findest du im [Girokonto-Vergleich](https://renditeradar.net/vergleiche/girokonto).
- Ist dir klar, wie weit die [Einlagensicherung](https://renditeradar.net/blog/einlagensicherung) reicht? Sie schützt Guthaben bei einer Bankpleite, ist aber keine Absicherung gegen jede Betrugsmasche.
- Wo würdest du einen Betrugsversuch melden? Die BaFin nennt in ihren Meldungen Polizei und Staatsanwaltschaft.

Das sind Prüffragen, keine Empfehlung. RenditeRadar ist ein Informations- und Vergleichsportal und bietet weder Anlageberatung noch Vermittlung an. Zu unerlaubten Anbietern im Kryptobereich siehst du außerdem den Ratgeber [Unerlaubte Krypto-Anbieter erkennen](https://renditeradar.net/ratgeber/unerlaubte-krypto-anbieter-erkennen-bafin).

## Quellen

- Deutsche Bundesbank: [Kampagne gegen Betrug im Zahlungsverkehr, Pressemitteilung vom 8. Oktober 2026](https://www.bundesbank.de/de/presse/pressemitteilungen/kampagne-gegen-betrug-im-zahlungsverkehr--1011144)
- BaFin: [Fake-Mails im Namen der Bafin, Verbrauchermitteilung vom 19. Oktober 2026](https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Verbrauchermitteilung/weitere/2026/meldung_2026_10_19_fake-mails_im_namen_der_bafin.html)
- BaFin: [Betrug: Bafin warnt vor angeblichem Förderprogramm für den Wohnungsmarkt, Verbrauchermitteilung vom 19. Oktober 2026](https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Verbrauchermitteilung/weitere/2026/meldung_2026_10_19_bafin_warnt_vor_angeblichem_foerderprogramm.html)

## Häufige Fragen

### Wie hoch war der Schaden durch Zahlungsbetrug 2025?

Die Bundesbank nennt für 2025 rund 1,8 Millionen betrügerische Zahlungsvorgänge mit einem Schaden von über 580 Millionen Euro. Das geht aus ihrer Pressemitteilung vom 8. Oktober 2026 hervor.

### Was ist die Kampagne „Machen wir Phishen Impossible“?

Es ist eine Informationskampagne unter der Schirmherrschaft von Bundesbank und Bundesfinanzministerium. Sie läuft ab dem 10. Oktober 2026 etwa einen Monat lang über soziale Medien und die Website phishen-impossible.de. Sie orientiert sich an einer gleichnamigen österreichischen Kampagne.

### Schreibt die BaFin Privatpersonen unaufgefordert E-Mails?

Nein. Nach Angaben der BaFin vom 19. Oktober 2026 kontaktiert sie Privatpersonen nicht unaufgefordert per E-Mail und beauftragt auch keine Dritten damit. Echte Mails kommen von Adressen mit der Domain „@bafin.de“, Ausnahme ist die Newsletter-Adresse.

### Gibt es ein BaFin-Förderprogramm für Miete oder Wohnen?

Nein. Die BaFin teilt mit, dass das angebliche „Bafin Bundessonderförderprogramm“ erfunden ist. Sie bietet keine eigenen Förderprogramme, Darlehen oder Zuschüsse für Wohnen oder Miete an.

### Wo kann ich einen Betrugsversuch melden?

Die BaFin nennt in ihren Meldungen vom 19. Oktober 2026 die Polizei und die Staatsanwaltschaft als Meldestellen. Weitere Hinweise zum Vorgehen bei einem erfolgreichen Betrug soll die Kampagnenwebsite phishen-impossible.de enthalten.
