Zins-Radar

EZB-Leitzins und Inflation – regelmäßig aktualisiert

Wir lesen die wichtigsten Kennzahlen direkt aus den offiziellen Daten der EZB und von Eurostat aus und aktualisieren sie automatisch einmal täglich. So zeigt sich auf einen Blick, wie sich das Zinsumfeld für Tagesgeld, Festgeld und Geldanlage entwickelt.

Zinsumfeld im Euroraum

Automatisch aktualisiert · Datenstand 17. Juni 2026
EZB-Leitzins

2,40 %

Hauptrefinanzierungssatz

Stand: 17. Juni 2026

Rahmen der Geldpolitik

Einlagenzins

2,25 %

Verzinsung für Banken bei der EZB

Stand: 17. Juni 2026

fließt in den Realzins ein

Inflation Euroraum

2,80 %

HVPI, Veränderung zum Vorjahr

Stand: Juni 2026

Schnellschätzung

wird vom Zins abgezogen

Daraus ergibt sich · Realzins

−0,55 %unter der Inflation

Aktuell liegt die Inflation über dem EZB-Einlagenzins. Der reale Referenzzins ist negativ – Guthaben, das nur zum Einlagenzins verzinst wird, verliert rechnerisch an Kaufkraft. Die Inflation beruht auf der aktuellen Schnellschätzung von Eurostat.

Was der Realzins bedeutet
EZB-Einlagenzins2,25 %
− Inflation Euroraum2,80 %
= Realzins−0,55 %

Null-Linie = Kaufkrafterhalt · Referenzwert, keine Kontokondition

Realzins −0,55 %, unterhalb der Kaufkraft-Grenze von null Prozent.

Quelle: Europäische Zentralbank und Eurostat (HVPI, jüngster Monat ggf. Schnellschätzung). Angaben ohne Gewähr, keine Anlageberatung.

Was ist der EZB-Leitzins?

Der Leitzins (Hauptrefinanzierungssatz) ist der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken für eine Woche Geld bei der Europäischen Zentralbank leihen können. Er ist das zentrale Werkzeug der Geldpolitik: Steigt der Leitzins, wird Geld teurer – das bremst tendenziell die Inflation, macht aber auch Kredite teurer. Sinkt er, wird Geld günstiger und die Wirtschaft angekurbelt.

Einlagenzins: der wichtigste Satz für dein Tagesgeld

Der Einlagenzins (Deposit Facility Rate) bestimmt, welche Verzinsung Banken erhalten, wenn sie überschüssiges Geld bei der EZB parken. Er gilt als der maßgebliche Leitzins für den Geldmarkt und schlägt sich am direktesten in den Konditionen für Tagesgeld und Festgeld nieder. Sinkt der Einlagenzins, senken Banken meist auch ihre Tagesgeldzinsen – und umgekehrt.

Realzins und Inflation: warum sie entscheidend sind

Die Inflationsrate (HVPI) zeigt, wie stark die Verbraucherpreise im Euroraum gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. Sie ist der Maßstab für die EZB, die mittelfristig eine Inflation von 2 % anstrebt. Für dich als Sparer zählt vor allem der Realzins – also der Zins abzüglich der Inflation. Der oben gezeigte Realzins nutzt den EZB-Einlagenzins als Referenz (Einlagenzins − Inflation) und ist ein allgemeiner Orientierungswert – die Konditionen einzelner Tagesgeld- und Festgeldkonten weichen davon ab. Liegt die Inflation über dem Zins deines Kontos, verliert dein Guthaben real an Kaufkraft. Genau deshalb setzen viele langfristig auf breit gestreute ETFs.

Woher stammen die Daten?

Leitzins und Einlagenzins kommen aus der offiziellen Statistik-Schnittstelle der Europäischen Zentralbank (EZB), die Inflation von Eurostat. Alle drei Werte prüfen wir automatisch einmal täglich und aktualisieren sie, sobald EZB oder Eurostat neue Zahlen veröffentlichen. Die Angaben dienen der allgemeinen Information und sind keine Anlageberatung.

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