Ratgeber
Rebalancing: dein Portfolio im Gleichgewicht halten
Stand: Juli 2026 · Lesezeit ca. 1 Min. · Redaktion: RenditeRadar
Mit der Zeit verschiebt sich deine Aufteilung zwischen Aktien und sicheren Anlagen. Was Rebalancing ist, warum es hilft und wie du es einfach umsetzt.
Wenn du dein Geld auf mehrere Bausteine verteilst – etwa Aktien-ETFs und einen sicheren Anteil – verschiebt sich die Aufteilung mit der Zeit von selbst. Genau hier setzt Rebalancing an: Du stellst die ursprüngliche Gewichtung wieder her.
Was ist Rebalancing?
Angenommen, du startest mit 70 % Aktien-ETF und 30 % Tagesgeld. Läuft die Börse gut, wächst der Aktienanteil vielleicht auf 80 %. Damit steigt auch dein Risiko über das geplante Maß. Beim Rebalancing bringst du das Verhältnis zurück auf 70/30.
Warum ist das sinnvoll?
- Risiko kontrollieren: Ohne Rebalancing wird dein Depot über die Jahre oft riskanter, als du es ursprünglich wolltest.
- Diszipliniert handeln: Du verkaufst tendenziell das, was gut gelaufen ist, und kaufst das Günstigere nach – antizyklisch statt emotional.
Wie oft rebalancen?
Es gibt zwei gängige Ansätze:
- Nach Zeit: einmal im Jahr zu einem festen Termin prüfen und anpassen.
- Nach Schwelle: erst eingreifen, wenn ein Baustein z. B. um mehr als 5 Prozentpunkte von der Zielgewichtung abweicht.
Beides funktioniert. Wichtig ist, dass du eine Regel hast und ihr folgst.
Der einfachste Weg: mit frischem Geld
Statt umzuschichten (was Kosten und ggf. Steuern auslöst), kannst du neue Sparraten gezielt in den untergewichteten Baustein lenken. So näherst du dich der Zielgewichtung an, ohne etwas zu verkaufen. Besonders praktisch bei laufenden Sparplänen.
Ein-ETF-Lösungen rebalancen sich selbst
Nutzt du nur einen breiten Welt-ETF wie den FTSE All-World, übernimmt der Index die Gewichtung der Unternehmen automatisch. Aktives Rebalancing brauchst du dann vor allem zwischen Aktien und sicherem Anteil (Tagesgeld/Festgeld). Mehr dazu im Vergleich MSCI World oder FTSE All-World.
Fazit
Rebalancing hält dein Risiko auf dem geplanten Niveau und zwingt dich zu antizyklischem Handeln. Am einfachsten geht es mit frischem Geld und einer klaren Regel. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.
Häufige Fragen
Was ist Rebalancing?
Rebalancing stellt die ursprünglich geplante Gewichtung deines Portfolios wieder her – etwa zurück auf 70 % Aktien-ETF und 30 % Tagesgeld, wenn sich das Verhältnis durch Kursbewegungen verschoben hat.
Wie oft sollte man rebalancen?
Zwei gängige Ansätze: nach Zeit (z. B. einmal jährlich zu einem festen Termin) oder nach Schwelle (z. B. erst eingreifen, wenn ein Baustein um mehr als 5 Prozentpunkte von der Zielgewichtung abweicht).
Wie kann ich rebalancen, ohne etwas zu verkaufen?
Indem du neue Sparraten gezielt in den untergewichteten Baustein lenkst, statt umzuschichten – das vermeidet zusätzliche Kosten und mögliche Steuern.