Ratgeber
Lombardkredit & Wertpapierkredit: Kredit gegen dein Depot erklärt
Stand: August 2026 · Lesezeit ca. 18 Min. · Redaktion: RenditeRadar
Wie ein Lombardkredit bzw. Wertpapierkredit funktioniert, wie viel Banken und Broker auf ein Depot beleihen, was ein Margin Call bedeutet – und warum das Verkaufsrisiko bei fallenden Kursen der zentrale Punkt ist, den du vorher verstehen solltest.
Was ist ein Lombardkredit bzw. Wertpapierkredit?
Ein Lombardkredit – bei Banken und Brokern heute meist Wertpapierkredit oder Effektenkredit genannt – ist ein Darlehen, bei dem nicht dein Einkommen oder deine Bonität im Vordergrund stehen, sondern die Wertpapiere in deinem Depot als Sicherheit (Pfand). Aktien, ETFs, Fonds oder Anleihen werden dabei nicht verkauft, sondern bleiben im Depot liegen und dienen der Bank oder dem Broker als Kreditsicherheit. Du kannst weiterhin an möglichen Kursgewinnen und Ausschüttungen teilhaben, während du gleichzeitig liquide Mittel erhältst.
Der Begriff „Lombardkredit" stammt aus dem klassischen Bankgeschäft (benannt nach der Lombardei, wo dieses Prinzip historisch verbreitet war) und wird traditionell für Kredite gegen verpfändete bewegliche Sachwerte oder Wertpapiere verwendet. Im Retail-Kontext – also für Privatanleger:innen – hat sich in Deutschland der Begriff Wertpapierkredit durchgesetzt, das Funktionsprinzip ist identisch.
Abgrenzung zu Ratenkredit und Dispokredit
Ein Ratenkredit ist ein klassischer Konsumentenkredit: feste Raten, feste Laufzeit, meist ein fester Zinssatz, und die Bank prüft deine Bonität über Einkommen und Schufa. Ein Dispokredit ist eine flexible, meist ungesicherte Kontoüberziehung mit vergleichsweise hohen, variablen Zinsen.
Der Wertpapierkredit unterscheidet sich in mehreren zentralen Punkten:
- Besicherung statt Bonitätsprüfung: Statt Einkommensnachweisen zählt der Wert und die Qualität deines Depots. Eine klassische Schufa-Abfrage ist bei vielen Anbietern nicht notwendig, weil das Depot selbst als Sicherheit dient.
- Variable statt fixe Verzinsung: Die Zinsen orientieren sich in der Regel an einem Referenzzinssatz (z. B. €STR oder ein bankinterner Referenzsatz, der sich am EZB-Umfeld orientiert) zuzüglich eines Aufschlags des Anbieters. Sie können sich daher während der Laufzeit ändern.
- Flexibler Abruf statt fester Auszahlung: Viele Wertpapierkredite funktionieren wie ein Kreditrahmen: Du ziehst nur den Betrag, den du brauchst, ab, zahlst zurück, wann du willst, und Zinsen fallen nur auf den tatsächlich in Anspruch genommenen Betrag an – ähnlich einem Dispo, aber mit Depot als Sicherheit statt Gehaltseingang.
- Kündbarkeit durch die Sicherheit: Fällt der Wert deines Depots, kann die Bank oder der Broker eingreifen – das ist der zentrale Unterschied zu einem normalen Ratenkredit, bei dem der Vertrag unabhängig von Kursschwankungen läuft.
Wie ein Wertpapierkredit in der Praxis funktioniert
Der Ablauf ist bei den meisten Anbietern ähnlich:
1. Du hast ein Depot bei einer Bank oder einem Broker, das Wertpapiere enthält (Aktien, ETFs, Anleihen, teils Fonds). 2. Der Anbieter ordnet jedem Wertpapier bzw. jeder Anlageklasse einen Beleihungswert zu – also den Anteil des aktuellen Kurswerts, den er als Kreditsicherheit anerkennt. 3. Aus der Summe der Beleihungswerte ergibt sich dein maximaler Kreditrahmen. 4. Du rufst innerhalb dieses Rahmens Geld ab – meist per Überweisung auf ein Verrechnungskonto, oft ohne Zweckbindung. 5. Zinsen fallen tagesgenau nur auf den in Anspruch genommenen Betrag an. 6. Sinkt der Depotwert (z. B. durch fallende Kurse), sinkt automatisch auch dein verfügbarer Beleihungsrahmen – wird die vertraglich vereinbarte Grenze unterschritten, meldet sich der Anbieter (Margin Call).
Wichtig: Ein Wertpapierkredit ist kein Verbraucherdarlehen im klassischen Sinn mit gesetzlicher Widerrufsfrist und fester Ratenstruktur, sondern ein besicherter, meist jederzeit kündbarer Kreditrahmen. Die genaue rechtliche Ausgestaltung (Rahmenkredit, Kontokorrentkredit, Wertpapierpfandrecht) unterscheidet sich je nach Anbieter – die AGB und das Preis- und Leistungsverzeichnis des jeweiligen Instituts sind hier maßgeblich.
Wer bietet 2026 Wertpapierkredite für Privatanleger:innen an?
Der Markt für Wertpapierkredite in Deutschland ist in den letzten Jahren breiter geworden. Neben klassischen Direktbanken wie comdirect und Consorsbank, die Wertpapierkredite bereits länger im Programm haben, sind inzwischen auch Neobroker eingestiegen: Smartbroker+ bietet einen Wertpapierkredit an, flatex stellt mit „flatex flex" eine ähnliche, dispo-artige Kreditlinie auf Depotbasis bereit, und Scalable Capital hat seit Herbst 2025 – im Zuge der eigenen Vollbanklizenz – ein eigenes Kreditprodukt („Scalable Credit") eingeführt.
Bei allen Anbietern gilt: Konditionen, Mindestdepotwerte, Beleihungssätze und Zinsen unterscheiden sich spürbar und ändern sich regelmäßig – teils mehrmals pro Jahr, je nach Zinsumfeld und Wettbewerbsdruck. Stand August 2026 bewegen sich die Effektivzinsen am Markt grob zwischen niedrigen einstelligen Prozentsätzen bei den günstigsten Angeboten und rund 6–7 % p.a. bei traditionelleren Anbietern – damit liegen sie in der Regel spürbar unter den Zinssätzen eines Dispokredits, der häufig bei 10–14 % p.a. liegt. Diese Bandbreite ist als grobe Orientierung zu verstehen, nicht als Zusage für ein konkretes Angebot: Vergleiche vor einer Entscheidung immer die aktuellen, individuellen Konditionen direkt beim jeweiligen Anbieter, idealerweise über unseren Depot-Vergleich.
Grob lassen sich am Markt drei Anbietertypen unterscheiden:
- Traditionelle Direktbanken (z. B. comdirect, Consorsbank) bieten Wertpapierkredite meist schon seit vielen Jahren als etabliertes Produkt an, oft mit persönlicher Beratung und vergleichsweise konservativen, aber verlässlichen Beleihungsrichtlinien.
- Neobroker (z. B. Smartbroker+, flatex, Scalable Capital) haben das Produkt in den letzten Jahren zunehmend in ihre App-Oberflächen integriert – häufig mit dem Versprechen schneller, digitaler Freischaltung und wettbewerbsfähiger Zinsen, insbesondere seit einzelne Neobroker über eigene Banklizenzen verfügen und Kreditgeschäft direkt anbieten können.
- Private Banking / Vermögensverwaltung bei größeren Bankhäusern bietet Lombardkredite traditionell auch institutionellen und sehr vermögenden Privatkund:innen an, meist mit individuell verhandelten Konditionen, die außerhalb des Retail-Vergleichs liegen.
Für die meisten Privatanleger:innen sind die ersten beiden Gruppen relevant. Wichtig zu wissen: Nicht jeder Broker mit ETF-Sparplänen bietet automatisch auch einen Wertpapierkredit an, und selbst innerhalb eines Anbieters kann das Produkt an ein bestimmtes Kontomodell oder einen Mindestdepotwert (häufig im niedrigen bis mittleren vierstelligen Euro-Bereich) geknüpft sein.
Rechtlicher Rahmen: Ist ein Wertpapierkredit ein Verbraucherkredit?
Ein Wertpapierkredit unterliegt nicht zwangsläufig denselben verbraucherschützenden Regeln wie ein klassischer Ratenkredit. Das Bürgerliche Gesetzbuch nimmt in § 491 Abs. 2 BGB bestimmte Pfandkredite, bei denen die Haftung der Kreditnehmerin bzw. des Kreditnehmers vertraglich auf die verpfändete Sicherheit beschränkt ist, von einem Teil der Schutzvorschriften für Allgemein-Verbraucherdarlehensverträge aus. Ob und in welchem Umfang das auf einen konkreten Wertpapierkredit zutrifft, hängt von der genauen vertraglichen Ausgestaltung des jeweiligen Anbieters ab – manche Verträge sind als Kontokorrent- bzw. Rahmenkredit strukturiert, andere enger an eine reine Pfandkonstruktion angelehnt.
Für dich als Verbraucher:in bedeutet das praktisch: Verlasse dich nicht automatisch auf ein 14-tägiges Widerrufsrecht oder andere Schutzmechanismen, die du von Ratenkrediten kennst. Lies das Vertragsdokument und die Widerrufsbelehrung (falls vorhanden) des jeweiligen Anbieters sorgfältig, bevor du unterschreibst, und frage im Zweifel gezielt nach, welche Kündigungs-, Rückzahlungs- und Informationsrechte konkret gelten.
Beleihungswert und Beleihungsquote: Wie viel Kredit gibt es auf dein Depot?
Der Beleihungswert ist der Betrag, den ein Anbieter für ein bestimmtes Wertpapier als Sicherheit anerkennt – ausgedrückt als Prozentsatz des aktuellen Kurswerts (Beleihungsquote). Die Logik dahinter: Je schwankungsanfälliger (volatiler) und illiquider ein Wertpapier ist, desto niedriger der anerkannte Beleihungswert, weil im Krisenfall ein schneller, verlustarmer Verkauf schwieriger ist.
Als grobe, marktübliche Orientierung – die konkrete Einstufung liegt immer im Ermessen des jeweiligen Anbieters und kann einzeltitelbezogen abweichen:
| Anlageklasse | Typische Beleihungsquote (Richtwert) | Warum |
|---|---|---|
| Tages-/Festgeld, Bankguthaben als Sicherheit | sehr hoch (oft nahe 100 %) | keine Kursschwankung |
| Staatsanleihen guter Bonität | hoch (häufig im oberen Bereich, z. B. 80–90 %) | geringe Volatilität, hohe Liquidität |
| Breit diversifizierte Welt-ETFs (z. B. auf MSCI World, FTSE All-World) | mittel bis hoch (häufig grob 60–80 %) | diversifiziert, aber mit Marktrisiko |
| Blue-Chip-Einzelaktien (große Indexwerte) | mittel (häufig grob 50–70 %) | höhere Einzeltitel-Volatilität |
| Themen-/Branchen-ETFs, Nebenwerte, Small Caps | niedrig (häufig deutlich unter 50 %) | höhere Schwankung, geringere Liquidität |
| Hochspekulative Einzelwerte, Krypto-ETPs, Hebelprodukte | sehr niedrig bis 0 % | hohes Kursrisiko, teils Beleihung ausgeschlossen |
Diese Werte sind illustrative Richtgrößen, keine Zusicherung eines bestimmten Anbieters. In der Praxis veröffentlichen Banken und Broker eigene Beleihungslisten, die sich auch kurzfristig ändern können – etwa wenn ein Wertpapier plötzlich als riskanter eingestuft wird. Wer einen Wertpapierkredit erwägt, sollte die aktuelle Beleihungsliste des jeweiligen Anbieters für die eigenen Depotpositionen konkret prüfen.
Ein weiterer Punkt, der oft übersehen wird: Die Beleihungsquote gilt in der Regel pro Position und für das Gesamtdepot, aber ein stark konzentriertes Depot (z. B. überwiegend eine einzelne Aktie) kann von Anbietern zusätzlich mit einem Klumpenrisiko-Abschlag belegt werden – die Gesamtbeleihung fällt dann niedriger aus, als die einfache Summe der Einzelquoten vermuten lässt. Ein breit diversifiziertes Depot wird von den meisten Anbietern tendenziell günstiger beliehen als ein konzentriertes.
Der zentrale Risikomechanismus: Margin Call und Zwangsverkauf
Das ist der wichtigste Abschnitt dieses Artikels, denn hier liegt das eigentliche Risiko eines Wertpapierkredits.
Ein Wertpapierkredit funktioniert nur so lange reibungslos, wie der Wert deines Depots deutlich über dem in Anspruch genommenen Kreditbetrag liegt. Fällt der Depotwert – etwa durch einen Kursrückgang an den Börsen –, sinkt automatisch auch der anerkannte Beleihungswert deiner Sicherheiten. Unterschreitet das Verhältnis von Kredit zu Sicherheit die vom Anbieter festgelegte Grenze, kommt es zum sogenannten Margin Call (auch als Nachschussaufforderung bezeichnet).
In diesem Fall hast du in der Regel folgende Optionen:
- Zusätzliche Sicherheiten einzahlen (Geld oder weitere beleihbare Wertpapiere), um das Verhältnis wieder in den zulässigen Bereich zu bringen.
- Den Kredit teilweise oder vollständig zurückzahlen, um die benötigte Sicherheit zu verringern.
- Reagierst du nicht rechtzeitig, kann der Anbieter vertraglich berechtigt sein, Positionen im Depot zwangsweise zu verkaufen („Glattstellung"), um den Kredit abzusichern oder zurückzuführen – und zwar unabhängig davon, ob das gerade ein guter Zeitpunkt zum Verkauf ist.
Diese Zwangsverkäufe erfolgen typischerweise prozyklisch: Gerade wenn die Kurse fallen und viele Anleger:innen gleichzeitig betroffen sind, kann Verkaufsdruck entstehen, der die Kurse zusätzlich belastet – ein Mechanismus, der aus stark fremdfinanzierten Marktphasen bekannt ist. Für dich als Kreditnehmer:in bedeutet das: Du verlierst im schlechtesten Fall genau dann Wertpapiere aus deinem langfristigen Depot, wenn die Kurse ohnehin schon niedrig stehen – inklusive möglicher ungeplanter Steuerfolgen durch die realisierten Gewinne oder Verluste.
Gerechnetes Beispiel: Wie schnell ein Margin Call entstehen kann
Das folgende Beispiel ist rein illustrativ, mit vereinfachten, frei gewählten Zahlen – es bildet nicht die Konditionen eines bestimmten Anbieters ab, sondern soll die Mechanik verständlich machen.
Ausgangslage: - Depotwert: 50.000 € (breit gestreute Welt-ETFs) - Angenommene Beleihungsquote: 70 % → maximaler Kreditrahmen: 35.000 € - Tatsächlich aufgenommener Kredit: 20.000 € - Angenommene Nachschuss-/Margin-Call-Schwelle des Anbieters: Kredit darf maximal 65 % des aktuellen (beliehenen) Sicherheitenwerts betragen
| Szenario | Depotwert | Beleihbarer Wert (70 %) | Kreditstand | Kredit ÷ beleihbarer Wert | Status |
|---|---|---|---|---|---|
| Ausgangslage | 50.000 € | 35.000 € | 20.000 € | 57 % | im grünen Bereich |
| Kursrückgang −15 % | 42.500 € | 29.750 € | 20.000 € | 67 % | Schwelle (65 %) überschritten → Margin Call |
| Kursrückgang −25 % | 37.500 € | 26.250 € | 20.000 € | 76 % | deutlich über Schwelle, akuter Handlungsbedarf |
Schon ein Kursrückgang von rund 15 % – wie er an Aktienmärkten in schwächeren Marktphasen innerhalb weniger Wochen vorkommen kann – reicht in diesem Beispiel aus, um die angenommene Nachschussschwelle zu reißen. Das verdeutlicht: Ein Wertpapierkredit ist kein „sicherer" Weg an Liquidität, sondern führt strukturell ein Marktrisiko in deine Finanzierung ein, das bei einem normalen Ratenkredit oder Dispokredit so nicht existiert.
Die konkreten Schwellenwerte, ab wann ein Margin Call ausgelöst wird und wie viel Zeit für einen Nachschuss bleibt, legt jeder Anbieter individuell in seinen Bedingungen fest – informiere dich vor Abschluss genau darüber, wie viel „Puffer" zwischen deiner geplanten Kreditsumme und der Margin-Call-Schwelle liegt.
Sinnvolle Einsatzszenarien vs. gefährliche Nutzung
Wann ein Wertpapierkredit als Instrument nachvollziehbar sein kann
- Kurzfristiger Liquiditätsbedarf, ohne die Anlagestrategie zu unterbrechen: Wer unerwartet Geld braucht (z. B. für eine größere Anschaffung) und eigentlich nicht verkaufen möchte, weil das den langfristigen ETF-Sparplan stört oder in einer ungünstigen Marktphase Kursverluste realisieren würde, kann einen Wertpapierkredit als Alternative zum Verkauf in Erwägung ziehen.
- Vermeidung ungewollter Steuerauslösung: Ein Verkauf realisiert Kursgewinne und kann steuerliche Effekte auslösen (siehe Abschnitt Steuern) sowie den Aufbau der Anlage unterbrechen. Ein Kredit gegen das Depot lässt die Position unangetastet. Konkret bedeutet das: Wer stattdessen verkauft, versteuert realisierte Gewinne sofort im Rahmen der Abgeltungsteuer, während die Position beim Wertpapierkredit im Depot bleibt und die reguläre Besteuerung – inklusive der jährlichen Vorabpauschale bei thesaurierenden Fonds/ETFs sowie einer möglichen Kapitalertragsteuer bei einem späteren, selbst gewählten Verkauf – unverändert nach den normalen Regeln weiterläuft, statt durch einen ungeplanten Verkauf vorgezogen zu werden.
- Überbrückung, z. B. zwischen dem Verkauf einer Immobilie und dem tatsächlichen Geldeingang, wenn kurzfristig Kapital gebunden ist.
In all diesen Fällen gilt: Der Kredit sollte deutlich unterhalb des maximalen Beleihungsrahmens bleiben, damit auch ein spürbarer Kursrückgang nicht sofort zum Margin Call führt – siehe das Rechenbeispiel oben.
Wann ein Wertpapierkredit gefährlich wird
Der mit Abstand riskanteste Einsatzzweck ist die Nutzung eines Wertpapierkredits, um zusätzliche Wertpapiere zu kaufen – also das Depot zu hebeln (Leverage). Das ist wirtschaftlich nichts anderes als Trading auf Kredit (Margin Trading):
- Steigen die Kurse, wird die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital überproportional verstärkt.
- Fallen die Kurse, wirkt derselbe Hebel in die andere Richtung – Verluste auf das eingesetzte Eigenkapital fallen überproportional hoch aus, und gleichzeitig steigt das Risiko eines Margin Calls, der genau in der Verlustphase zum Zwangsverkauf führen kann.
- Die Zinskosten des Kredits laufen unabhängig vom Anlageerfolg weiter und schmälern die Rendite zusätzlich.
Diese „Rendite-Arbitrage" (die Hoffnung, mit dem geliehenen Geld mehr zu verdienen, als der Kredit kostet) mag rechnerisch verlockend wirken, ist aber im Kern eine gehebelte Wette auf steigende Kurse mit begrenztem Aufwärts- und theoretisch sehr großem Abwärtsrisiko bis hin zum Verlust des eingesetzten Depots. RenditeRadar rät ausdrücklich dazu, sich der Hebelwirkung und der Zwangsverkaufsmechanik bewusst zu sein, bevor ein Wertpapierkredit zum Nachkauf von Wertpapieren genutzt wird – das ist ein grundlegend anderes Risikoprofil als eine langfristige, unbeliehene ETF-Anlage.
Zweites Beispiel: Wie der Hebel das Risiko verstärkt
Auch dieses Beispiel ist rein illustrativ und stark vereinfacht (keine Transaktionskosten, keine Steuereffekte, keine Zinskosten während der Haltedauer berücksichtigt), es zeigt aber den Kernmechanismus:
Fall A – kein Kredit: Du investierst 30.000 € Eigenkapital in einen Welt-ETF. Fällt der Kurs um 20 %, beträgt dein Verlust 6.000 € – also 20 % deines Eigenkapitals.
Fall B – mit Wertpapierkredit gehebelt: Du setzt dieselben 30.000 € Eigenkapital ein, nimmst zusätzlich einen Wertpapierkredit von 15.000 € auf und investierst insgesamt 45.000 € in denselben ETF. Fällt der Kurs um 20 %, verlierst du 20 % von 45.000 € = 9.000 € – das sind bereits 30 % deines ursprünglichen Eigenkapitals, nicht 20 %. Gleichzeitig ist dein Depotwert von 45.000 € auf 36.000 € gesunken, während die 15.000 € Kredit unverändert bestehen bleiben – der Anteil des Kredits am verbleibenden Sicherheitenwert steigt dadurch deutlich schneller in Richtung einer möglichen Margin-Call-Schwelle als im unbelehnten Fall A.
Der Hebel wirkt in beide Richtungen symmetrisch auf die Kursbewegung, aber asymmetrisch auf dein Risiko, weil zum Kursverlust zusätzlich die laufenden Kreditzinsen und im Ernstfall der Zwangsverkauf zu ungünstigen Kursen hinzukommen.
Was kostet ein Wertpapierkredit?
Zinsmechanik
Die Zinsen für Wertpapierkredite sind bei den meisten Anbietern variabel und setzen sich üblicherweise aus einem Referenzzinssatz (etwa der Euro-Kurzfristzins €STR oder ein bankinterner Richtsatz, der sich am EZB-Zinsumfeld orientiert) und einem individuellen Aufschlag des Anbieters zusammen, der je nach Kontomodell, Depotwert oder Bonität variieren kann. Das bedeutet: Der effektive Zinssatz kann sich während der Kreditlaufzeit ändern, wenn sich der Referenzzins bewegt.
Ein Vorteil gegenüber vielen Ratenkrediten: Bei den meisten Wertpapierkrediten fallen keine Schufa-Abfrage und keine klassischen Kreditbearbeitungsgebühren an, da die Bonitätsprüfung durch die Sicherheit (das Depot) ersetzt wird. Zinsen werden häufig tagesgenau nur auf den tatsächlich abgerufenen Betrag berechnet, und eine vorzeitige Rückzahlung ist in der Regel ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich.
Die tatsächliche Zinshöhe unterscheidet sich je nach Anbieter, Kontomodell und Marktumfeld erheblich und ändert sich regelmäßig – belastbare, aktuelle Zahlen findest du nur direkt bei den Anbietern bzw. in unserem Depot-Vergleich. Als sehr grobe Einordnung: Wertpapierkredite bewegen sich meist deutlich unterhalb der Zinssätze klassischer Dispokredite, können aber je nach Anbieter und Kontomodell dennoch merklich variieren.
Steuerliche Behandlung der Kreditzinsen – ein häufiger Irrtum
Ein weit verbreitetes Missverständnis lautet: „Ich kann die Kreditzinsen doch als Werbungskosten von meinen Kapitalerträgen absetzen." Das ist für die meisten Privatanleger:innen so nicht korrekt, und hier lohnt sich Genauigkeit:
Seit Einführung der Abgeltungsteuer im Jahr 2009 gilt für private Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden, realisierte Kursgewinne) grundsätzlich: Die Steuer wird pauschal mit 25 % (zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) erhoben, und damit ist der Abzug tatsächlicher Werbungskosten grundsätzlich ausgeschlossen (§ 20 Abs. 9 EStG). An die Stelle des Werbungskostenabzugs tritt der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € für Einzelveranlagte bzw. 2.000 € für Verheiratete/Verpartnerte (Stand 2026) – er deckt pauschal sämtliche mit der Kapitalanlage verbundenen Aufwendungen ab, einschließlich Depotgebühren und Fremdfinanzierungszinsen wie sie bei einem Wertpapierkredit anfallen.
Das bedeutet in der Praxis: Wer einen Wertpapierkredit aufnimmt, um zusätzliche Wertpapiere zu kaufen, kann die dafür gezahlten Zinsen in aller Regel nicht zusätzlich zum Sparer-Pauschbetrag steuerlich geltend machen – anders als es bei Finanzierungszinsen im betrieblichen oder vermieteten Bereich der Fall sein kann. Eine Ausnahme bilden bestimmte, im Privatanlegerkontext seltene Sonderfälle der sogenannten Pflichtveranlagung sowie Konstellationen unter § 32d Abs. 2 EStG (etwa Darlehen zwischen einander nahestehenden Personen bzw. bestimmte Gesellschafter-Fremdfinanzierungen), bei denen statt der Abgeltungsteuer der persönliche, tarifliche Steuersatz zur Anwendung kommt und dafür tatsächliche Werbungskosten berücksichtigt werden können. Für den typischen Fall – eine Privatperson nimmt bei ihrer Depotbank einen Wertpapierkredit auf, um damit ETFs oder Aktien zu kaufen oder eine private Anschaffung zu finanzieren – greift diese Ausnahme regelmäßig nicht.
Fazit zur Steuer: Kalkuliere die Kreditzinsen eines Wertpapierkredits als das ein, was sie sind – reale Kosten, die die Nettorendite deiner Anlage schmälern, ohne dass du sie separat steuerlich absetzen kannst. Bei individuellen Fragen zur eigenen Veranlagungssituation empfiehlt sich der Rat einer steuerlich beratenden Person – dieser Artikel ersetzt keine steuerliche Beratung im Einzelfall.
Vergleichstabelle: Lombardkredit/Wertpapierkredit vs. Ratenkredit vs. Dispokredit
| Kriterium | Wertpapierkredit (Lombardkredit) | Ratenkredit | Dispokredit |
|---|---|---|---|
| Sicherheit | Depotwerte (Aktien, ETFs, Anleihen etc.) | in der Regel keine (ggf. Zweckbindung, z. B. Auto) | keine |
| Bonitätsprüfung | meist keine/geringe Schufa-Relevanz, da besichert | umfangreiche Bonitäts-/Schufa-Prüfung | Bonitätsprüfung beim Konto, an Gehaltseingang gekoppelt |
| Zinsstruktur | variabel, Referenzzins + Aufschlag | meist fest über die Laufzeit | variabel, meist deutlich höher |
| Typisches Zinsniveau (Richtwert) | häufig unterhalb des Dispos, aber anbieterabhängig sehr unterschiedlich | mittleres Niveau, planbar | meist am höchsten unter den dreien |
| Flexibilität der Rückzahlung | hoch, oft jederzeit ohne Vorfälligkeitsentschädigung | gering, feste Raten und Laufzeit | hoch, aber ohne feste Tilgungsstruktur |
| Auszahlung/Nutzung | flexibler Rahmen, oft zweckungebunden | meist Einmalauszahlung, oft zweckgebunden | flexible Überziehung des Girokontos |
| Zentrales Risiko | Margin Call / Zwangsverkauf bei Kursverlust im Depot | Zahlungsausfallrisiko bei Einkommensverlust | hohe Zinskosten bei dauerhafter Nutzung |
| Auswirkung auf bestehende Anlage | Depot bleibt investiert, aber mit Verkaufsrisiko bei Kursverfall | keine direkte Wirkung auf Kapitalanlagen | keine direkte Wirkung auf Kapitalanlagen |
| Eignung | kurzfristige Liquidität ohne Depotverkauf, für erfahrene Anleger:innen mit Sicherheitsabstand | planbare, mittelfristige Finanzierungen | kurzfristige, geringe Überziehungen |
So läuft die Beantragung in der Praxis ab
Der genaue Prozess unterscheidet sich je nach Anbieter, folgt aber meist einem ähnlichen Muster:
1. Freischaltung des Produkts: Bei vielen Brokern muss der Wertpapierkredit im Kundenportal oder in der App zunächst aktiv beantragt bzw. freigeschaltet werden – er ist nicht automatisch Teil jedes Depots. 2. Prüfung des Depotbestands: Der Anbieter gleicht deine Positionen mit seiner internen Beleihungsliste ab und ermittelt daraus deinen individuellen Kreditrahmen. 3. Vertragsabschluss: Häufig läuft das digital ab, teils mit Legitimationsprüfung (z. B. Video-Ident), aber in der Regel ohne die für Ratenkredite übliche umfassende Einkommens- und Schufa-Prüfung. 4. Verrechnungskonto und Abruf: Nach Freischaltung kannst du den Kredit über ein Verrechnungs- oder Girokonto abrufen – oft mit sofortiger Verfügbarkeit. 5. Laufende Überwachung: Der Anbieter überwacht automatisiert das Verhältnis von Kredit zu Sicherheitenwert und informiert dich, sobald du dich der Margin-Call-Schwelle näherst.
Alternativen zum Wertpapierkredit
Bevor du dich für einen Wertpapierkredit entscheidest, lohnt sich ein Blick auf Alternativen, die je nach Situation passender sein können:
- Teilverkauf statt Kredit: Wenn Liquidität benötigt wird und die steuerlichen Folgen überschaubar sind (z. B. weil der Sparer-Pauschbetrag noch nicht ausgeschöpft ist oder nur geringe Gewinne anfallen), kann ein einfacher Teilverkauf unkomplizierter und ohne Zins- und Margin-Call-Risiko sein.
- Klassischer Ratenkredit: Für planbare, mittelfristige Finanzierungsvorhaben mit fester Rate und ohne Bezug zum Depot – mehr dazu im Ratenkredit-Ratgeber.
- Dispokredit für sehr kurzfristige, kleine Beträge: Trotz höherer Zinsen manchmal die einfachere Lösung für wenige Tage – erklärt im Beitrag Dispokredit erklärt.
- Notgroschen nutzen: Wer über ausreichende Rücklagen auf einem Tagesgeldkonto verfügt, kann kurzfristigen Bedarf oft günstiger und risikofrei daraus decken, statt das Depot zu belasten.
Bevor du einen Wertpapierkredit aufnimmst: Checkliste
- Prüfe die aktuelle Beleihungsliste des Anbieters für genau die Wertpapiere, die in deinem Depot liegen – Pauschalwerte reichen nicht.
- Rechne dir mehrere Kursrückgangs-Szenarien durch (siehe Beispieltabelle oben) und prüfe, ab welchem Kursrückgang bei deiner geplanten Kreditsumme ein Margin Call droht.
- Nutze nur einen Bruchteil des maximal möglichen Kreditrahmens, um einen Sicherheitspuffer zu behalten.
- Kläre, wie viel Zeit dir der Anbieter im Fall eines Margin Calls für einen Nachschuss einräumt, bevor zwangsweise verkauft wird.
- Verwechsle einen Wertpapierkredit nicht mit einem „kostenlosen Hebel" – die Zinskosten laufen unabhängig vom Anlageerfolg weiter und sind bei privater Kapitalanlage steuerlich in der Regel nicht zusätzlich absetzbar.
- Wenn du grundsätzlich noch am Anfang deiner Depotstrategie stehst, lohnt sich zunächst ein Blick auf die Grundlagen: Wie ein Wertpapierdepot funktioniert, Depot eröffnen und ETF-Kosten verstehen.
- Vergleiche Anbieter und Konditionen strukturiert, z. B. über unseren Depot-Vergleich, statt dich auf ein einzelnes Angebot zu verlassen.
Fazit
Ein Lombardkredit bzw. Wertpapierkredit ist ein besicherter, meist variabel verzinster Kreditrahmen, der dein bestehendes Depot beleiht, statt es zu verkaufen. Das kann in eng begrenzten Situationen sinnvoll sein – etwa um kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu decken, ohne eine langfristige ETF-Strategie zu unterbrechen oder ungeplant Kursgewinne realisieren zu müssen. Der zentrale Preis dafür ist ein echtes, oft unterschätztes Risiko: Fällt der Depotwert, kann ein Margin Call entstehen, der im schlimmsten Fall zum Zwangsverkauf von Wertpapieren zu einem ungünstigen Zeitpunkt führt. Wer einen Wertpapierkredit dagegen nutzt, um zusätzliche Wertpapiere auf Kredit zu kaufen, betreibt faktisch gehebeltes Trading mit entsprechend erhöhtem Verlustrisiko. Kreditzinsen laufen dabei unabhängig vom Anlageerfolg weiter und sind für die meisten Privatanleger:innen steuerlich nicht zusätzlich zum Sparer-Pauschbetrag absetzbar. Wer diese Mechanik versteht, einen deutlichen Sicherheitsabstand zur Margin-Call-Schwelle einhält und Anbieter sorgfältig vergleicht, kann einen Wertpapierkredit als ein Werkzeug unter mehreren betrachten – als „kostenlosen Hebel ohne Risiko" sollte man ihn dagegen nicht missverstehen.
*Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ist keine Anlageberatung. Stand: August 2026.*
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Lombardkredit und einem Wertpapierkredit?
Es handelt sich im Kern um dasselbe Produkt: „Lombardkredit" ist der traditionelle Bankbegriff für einen Kredit gegen verpfändete Wertpapiere oder andere Sachwerte, „Wertpapierkredit" bzw. „Effektenkredit" ist die im Retail-/Broker-Kontext gebräuchliche Bezeichnung für dasselbe Prinzip: Ein bestehendes Wertpapierdepot dient als Sicherheit für ein flexibles Darlehen.
Wie viel Kredit bekomme ich auf mein Depot?
Das hängt vom sogenannten Beleihungswert der einzelnen Positionen ab, den jeder Anbieter selbst festlegt. Als grobe, illustrative Orientierung gilt: Staatsanleihen guter Bonität werden häufig mit hohen Quoten (z. B. 80–90 %) beliehen, breit gestreute Welt-ETFs häufig im Bereich von grob 60–80 %, Blue-Chip-Aktien etwas niedriger und spekulative Einzelwerte oder Nebenwerte deutlich niedriger bis gar nicht. Die genaue, aktuelle Beleihungsliste erhältst du direkt beim jeweiligen Anbieter.
Was passiert, wenn die Kurse in meinem Depot fallen und ich einen Wertpapierkredit laufen habe?
Sinkt der Depotwert, sinkt automatisch auch der beliehene Sicherheitenwert. Unterschreitet das Verhältnis von Kredit zu Sicherheit die vom Anbieter festgelegte Grenze, kommt es zum Margin Call: Du musst entweder Geld nachschießen, weitere Sicherheiten stellen oder den Kredit zurückführen. Reagierst du nicht rechtzeitig, kann der Anbieter Positionen zwangsweise verkaufen (Glattstellung), um den Kredit zu sichern – oft zu einem ungünstigen Kurszeitpunkt.
Kann ich die Zinsen für einen Wertpapierkredit von der Steuer absetzen?
In aller Regel nicht zusätzlich. Seit Einführung der Abgeltungsteuer 2009 ist der Abzug tatsächlicher Werbungskosten bei privaten Kapitalerträgen grundsätzlich ausgeschlossen (§ 20 Abs. 9 EStG); an dessen Stelle tritt der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € (2.000 € bei Zusammenveranlagung), der auch Fremdfinanzierungszinsen bereits pauschal abdeckt. Ausnahmen betreffen nur seltene Sonderkonstellationen wie Darlehen zwischen nahestehenden Personen nach § 32d Abs. 2 EStG, nicht den typischen Wertpapierkredit einer Privatperson bei ihrer Depotbank.
Ist ein Wertpapierkredit dasselbe wie Trading auf Margin?
Das kommt auf die Verwendung an. Nutzt du den Kredit für eine private Anschaffung oder zur Überbrückung, ohne zusätzliche Wertpapiere zu kaufen, bleibt dein Marktrisiko unverändert zur bestehenden Anlage – nur das Margin-Call-Risiko kommt hinzu. Kaufst du dagegen mit dem geliehenen Geld zusätzliche Wertpapiere, hebelst du dein Depot – das ist wirtschaftlich identisch mit klassischem Margin Trading und verstärkt sowohl Gewinne als auch Verluste überproportional.
Brauche ich für einen Wertpapierkredit eine Schufa-Auskunft?
Bei den meisten Anbietern nicht, da die Kreditvergabe primär auf der Werthaltigkeit der Depotsicherheiten basiert und nicht auf einer klassischen Bonitätsprüfung wie bei einem Ratenkredit. Einzelne Anbieter können dennoch ergänzende Prüfungen vornehmen – die genauen Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Bank oder Broker.
Ist ein Wertpapierkredit ein Verbraucherdarlehen mit gesetzlichem Widerrufsrecht?
Nicht zwangsläufig. Bestimmte Pfandkredite, bei denen die Haftung auf die verpfändete Sicherheit beschränkt ist, sind nach § 491 Abs. 2 BGB von einem Teil der Verbraucherschutzvorschriften für Allgemein-Verbraucherdarlehen ausgenommen. Ob und in welchem Umfang das für einen konkreten Wertpapierkredit gilt, hängt von der Vertragsgestaltung des jeweiligen Anbieters ab – prüfe daher die Vertragsunterlagen und Widerrufsbelehrung genau.