Inflation 3,3 % im September 2026: Was der Realzins bei Tagesgeld und Festgeld jetzt bedeutet

9. Oktober 2026 · Lesezeit ca. 11 Min. · Redaktion: RenditeRadar

Destatis meldet vorläufig 3,3 % Inflation, der EZB-Einlagesatz liegt bei 2,50 %. So rechnen Sie den Realzins exakt – inklusive Steuer – und ordnen die Zahlen ein.

*Hinweis: Dieser Beitrag ordnet aktuelle Zahlen ein und ist weder Anlageberatung noch Steuerberatung. RenditeRadar ist ein Vergleichs- und Informationsangebot und vermittelt keine Finanzprodukte. Die Inflationszahlen stammen aus der Pressemitteilung Nr. 348 des Statistischen Bundesamts (Destatis) vom 30. September 2026 und sind ausdrücklich vorläufig; die EZB-Zinssätze stammen aus der Entscheidung vom 10. September 2026. Stand: 09.10.2026.*

Am 30. September 2026 hat Destatis seine Schnellschätzung für den Monat September veröffentlicht: Die Inflationsrate in Deutschland liegt voraussichtlich bei 3,3 %. Im Juni waren es noch 2,3 %. Wer sein Geld auf Tagesgeld oder Festgeld liegen hat, sieht dadurch eine unbequeme Rechnung: Der EZB-Einlagesatz liegt seit dem 16. September bei 2,50 % – und damit unter der Teuerung. Dieser Beitrag zeigt, was hinter den 3,3 % steckt, wie man den Realzins sauber ausrechnet (inklusive Steuer) und welche Fragen sich daraus ergeben – ohne Empfehlung, aber mit nachrechenbaren Beispielen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Destatis meldet für September 2026 vorläufig +3,3 % zum Vorjahresmonat und +0,6 % zum Vormonat (Verbraucherpreisindex, VPI).
  • Die Kerninflation (ohne Nahrungsmittel und Energie) liegt unverändert bei 2,4 %. Der Anstieg kommt also vor allem aus der Energie: +14,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat (August: +10,5 %, Juli: +8,3 %).
  • Die endgültigen Septemberzahlen veröffentlicht Destatis am 13. Oktober 2026; die nächste EZB-Zinsentscheidung fällt am 29. Oktober 2026 (Sitzung am 28./29. Oktober).
  • Rechnerischer Realzins eines Sparkontos mit 2,5 % Verzinsung bei 3,3 % Inflation: etwa −0,8 % pro Jahr – vor Steuern.
  • Eine Schnellschätzung ist keine Prognose: Ein einzelner Monat sagt wenig darüber, wo die Inflation in einem Jahr steht.

Die Zahlen im Überblick

Destatis veröffentlicht zur Schnellschätzung eine Tabelle mit der Entwicklung der wichtigsten Gütergruppen. Die Werte sind jeweils die Veränderung zum Vorjahresmonat in Prozent (September 2026 vorläufig):

GruppeGewichtung (in ‰)Juni 2026Juli 2026August 2026September 2026
Gesamtindex1.0002,32,82,93,3
ohne Nahrungsmittel und Energie (Kerninflation)821,412,52,42,42,4
Dienstleistungen503,363,12,92,82,7
Waren496,641,72,53,03,8
darunter Energie73,903,48,310,514,9
Nahrungsmittel104,690,40,40,10,4

*Quelle: Destatis, Pressemitteilung Nr. 348 vom 30.09.2026. Energie umfasst Haushaltsenergie und Kraftstoffe.*

Was fällt auf?

1. Die Teuerung ist breit, aber nicht tief. Die Gesamtrate steigt, die Kerninflation bewegt sich seit Juli kaum. Ein Großteil des Aufschlags geht rechnerisch auf die Energie zurück. 2. Dienstleistungen werden relativ langsamer teurer (3,1 % im Juni, 2,7 % im September), Waren dagegen schneller (1,7 % → 3,8 %). Das passt zum Bild eines Energiepreisschubs, der sich über Transport und Vorprodukte in Warenpreise überträgt. 3. Nahrungsmittel sind mit +0,4 % praktisch ruhig. Wer „alles wird teurer" erlebt, erlebt den Durchschnitt nicht – dazu mehr im Abschnitt zur persönlichen Inflationsrate.

Die EZB verweist in ihrer Septembersitzung auf anhaltenden Inflationsdruck, insbesondere durch höhere Energiepreise infolge der Lage im Nahen Osten (Details in unserem Beitrag zur EZB-Entscheidung vom 10. September). Ihre eigenen Projektionen erwarten für 2026 eine Gesamtinflation von rund 3,0 %, für 2027 rund 2,5 % und für 2028 rund 2,1 %.

Warum „vorläufig" ernst gemeint ist

Die Schnellschätzung beruht auf den Daten, die Destatis kurz vor Monatsende vorliegen. Die endgültigen Ergebnisse folgen am 13. Oktober. Abweichungen sind meist klein (eine Nachkommastelle), aber sie kommen vor. Für die Einordnung ist deshalb sinnvoll:

  • Zahlen im Text mit „vorläufig" kennzeichnen und nach dem 13. Oktober abgleichen.
  • Nicht aus einem Monat einen Trend ableiten. Von Juni bis September ist die Rate dreimal in Folge gestiegen – ob das so weitergeht, hängt vor allem von der Energiepreisentwicklung ab, und die kann niemand seriös vorhersagen.
  • Zwischen VPI (nationaler Verbraucherpreisindex) und HVPI (harmonisierter Index für den Euroraum) unterscheiden: Im September weist Destatis für beide vorläufig +3,3 % aus, die Indizes unterscheiden sich aber in Methodik und Gewichtung. Seit Januar 2026 gelten für den HVPI zudem erhebliche methodische Änderungen. Die EZB orientiert sich am HVPI des gesamten Euroraums, nicht an der deutschen Rate.

Realzins richtig rechnen

Aus dem Beitrag zum Unterschied zwischen Nominal- und Realzins kennen viele die Faustformel „Realzins ≈ Nominalzins − Inflation". Sie ist bei kleinen Zahlen eine gute Näherung. Exakt lautet die Formel:

Realzins = (1 + Nominalzins) ÷ (1 + Inflationsrate) − 1

Beispiel mit einer Verzinsung von 2,5 % und einer Inflation von 3,3 %:

(1,025 ÷ 1,033) − 1 ≈ −0,77 %

Die Faustformel (2,5 − 3,3 = −0,8) liegt hier praktisch gleichauf. Wichtig: Das ist eine Momentaufnahme mit der aktuellen Inflationsrate. Sparen Sie ein Jahr lang, zählt die Teuerung dieses Jahres – nicht die im Rückblick gemeldete.

Was heißt das in Euro?

Angenommen, 10.000 € liegen ein Jahr lang zu 2,5 % und die Inflation bleibt bei 3,3 % (eine reine Rechenannahme, keine Prognose):

  • Nominal: 10.000 € → 10.250 € (+250 €, vor Steuern).
  • Kaufkraft: Was vor einem Jahr für 10.000 € zu haben war, kostet jetzt 10.330 €. Die 10.250 € reichen für etwa 99,2 % davon – ein Kaufkraftverlust von rund 77 €.
  • Ohne Verzinsung (Geld unter dem Kopfkissen): 10.000 € haben nach einem Jahr eine Kaufkraft von etwa 9.681 € – ein Verlust von rund 319 €.

Die Verzinsung gleicht den Verlust also zu einem großen Teil aus, aber nicht ganz. Bei Beträgen unter dem Sparerpauschbetrag fällt keine Steuer an; bei größeren Beträgen verschiebt sich die Rechnung weiter nach unten.

Der Steuer-Effekt

Zinsen unterliegen der Abgeltungsteuer: 25 % plus Solidaritätszuschlag (5,5 % davon) ergibt 26,375 %, gegebenenfalls zuzüglich Kirchensteuer. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 € (2.000 € bei Zusammenveranlagung) bleibt steuerfrei, wenn er nicht bereits durch andere Kapitalerträge verbraucht ist – siehe unseren Beitrag zum Freistellungsauftrag.

Beispiel: 50.000 € zu 2,5 % bringen 1.250 € Zinsen.

SchrittBetrag
Zinsen vor Steuern1.250,00 €
abzüglich Sparerpauschbetrag (angenommen: voll verfügbar)− 1.000,00 €
steuerpflichtig250,00 €
Abgeltungsteuer inkl. Soli (26,375 %), ohne Kirchensteuer65,94 €
Zinsen nach Steuern1.184,06 €
Vermögen nach einem Jahr (nominal)51.184,06 €
Kaufkraft bei 3,3 % Inflation (in Euro von heute)≈ 49.549 €
Kaufkraftveränderung≈ − 451 €
zum Vergleich: unverzinst≈ 48.403 € (≈ − 1.597 €)

Die Rechnung zeigt zweierlei: Erstens bleibt auch bei Berücksichtigung der Steuer ein Kaufkraftverlust – er ist aber deutlich kleiner als ohne Verzinsung. Zweitens hängt das Ergebnis stark davon ab, wie viel vom Freibetrag noch verfügbar ist.

Umgekehrt gefragt: Welche Verzinsung bräuchte man vor Steuern, um bei 3,3 % Inflation nach Steuern (ohne Freibetrag, mit 26,375 %) die Kaufkraft zu halten? Näherungsweise 3,3 % ÷ (1 − 0,26375) ≈ 4,5 %. Wer den Freibetrag voll ausnutzt, braucht weniger; wer Kirchensteuer zahlt, mehr. Die Zahl ist ein Rechenanker, kein Renditeziel.

Kaufkraft über mehrere Jahre

Kleine Raten wirken über die Zeit stark. Die folgende Tabelle zeigt, was 10.000 € (Kaufkraft in Euro von heute) nach n Jahren bei konstanter Inflation noch entsprechen – ohne Verzinsung:

Jahrebei 2,0 %bei 2,5 %bei 3,3 %bei 4,0 %
19.804 €9.756 €9.681 €9.615 €
39.423 €9.286 €9.072 €8.890 €
59.057 €8.839 €8.502 €8.219 €
108.203 €7.812 €7.228 €6.756 €

Wichtig ist die Einordnung: Eine konstante Inflation von 3,3 % über zehn Jahre ist eine Annahme, keine Vorhersage. Die EZB-Projektion geht von sinkenden Raten aus. Die Tabelle zeigt vor allem, wie stark die Rate in die Rechnung eingeht: Der Unterschied zwischen 2,0 % und 3,3 % macht nach zehn Jahren knapp 1.000 € Kaufkraft je 10.000 € aus.

Was bedeutet das für gängige Sparformen?

Ohne Empfehlung, aber mit Einordnung, welche Mechanik jeweils eine Rolle spielt:

Tagesgeld. Der Zins ist variabel und folgt dem Leitzins mit Verzögerung und nicht zwingend vollständig – das haben wir im Beitrag zur Zinsweitergabe beschrieben. Ob der Realzins positiv wird, hängt also von zwei beweglichen Größen ab: Zinsangebot und Inflation. Aktuelle Konditionen vergleichen Sie im Tagesgeld-Vergleich.

Festgeld. Der Zins ist über die Laufzeit fix. Steigt die Inflation später weiter, bleibt der Nominalzins gleich – der Realzins sinkt. Fällt sie, steigt er. Dazu kommt: Das Geld ist gebunden, eine vorzeitige Kündigung ist oft nicht oder nur mit Abschlägen möglich (Details hier). Eine Staffelung der Laufzeiten (Festgeld-Leiter) ist ein Ansatz, das Zinsänderungsrisiko zu verteilen.

Geldmarkt-ETFs. Sie bilden kurzfristige Euro-Zinsen nach und folgen dem Leitzins in der Regel zeitnah; Einlagensicherung gibt es dabei nicht. Eine Gegenüberstellung finden Sie im Beitrag Geldmarkt-ETF oder Tagesgeld.

Aktien- und Anleihen-ETFs. Hier besteht kein fester Zusammenhang „Inflation rauf = Kurse rauf". Steigende Zinsen und Inflation können Anleihekurse belasten; bei Aktien hängt vieles von Unternehmensgewinnen und Preissetzungsmacht ab. Historisch gibt es Phasen, in denen Aktien Inflation überkompensiert haben, und Phasen, in denen nicht – eine Garantie existiert nicht, und Kursschwankungen sind möglich. Mehr zur Einordnung langfristiger Anlagen im Beitrag Realzins und Inflation sowie im Inflationsrechner.

Rücklagen und Notgroschen. Dieser Teil des Vermögens hat vor allem die Aufgabe, jederzeit verfügbar und nominal stabil zu sein. Dass er real an Wert verlieren kann, ist ein bekannter Preis für Liquidität – die Frage ist eher die Höhe der Rücklage als ein Renditewettlauf.

Die persönliche Inflationsrate

Die 3,3 % sind ein Durchschnitt über einen Warenkorb, der für den statistischen Durchschnittshaushalt gebildet wird. Der Energieanteil im VPI beträgt 73,9 von 1.000 Promille, also gut 7 %. Wer viel Auto fährt, mit Öl oder Gas heizt und dafür überdurchschnittlich viel ausgibt, hat eine höhere Energiegewichtung und merkt den Anstieg stärker. Wer ohne Auto in einer Fernwärmewohnung lebt, eher weniger.

Destatis bietet dafür einen persönlichen Inflationsrechner, in dem Sie Ihre monatlichen Ausgaben nach Güterbereichen eintragen. Das ist die sauberste Methode, um zu erfahren, welche Teuerung für den eigenen Haushalt relevant ist – und damit auch, welchen Realzins Sie tatsächlich rechnen sollten.

Häufige Denkfehler

1. „Inflation 3,3 % heißt, alles ist 3,3 % teurer als im Vormonat." Nein – die Rate vergleicht mit dem Vorjahresmonat. Zum Vormonat stiegen die Preise im September um 0,6 %. 2. „Sinkende Inflation heißt sinkende Preise." Nein. Sinkt die Rate von 3,3 % auf 2,5 %, steigen die Preise weiter, nur langsamer. Das Preisniveau fällt erst bei Deflation. 3. „Der Leitzins ist mein Sparzins." Nein. Der EZB-Einlagesatz ist der Zins, den Banken bei der Zentralbank erhalten; Sparkonditionen setzen die Banken selbst, oft darunter, manchmal – bei Neukundenangeboten – darüber. 4. „Nach Steuern ist die Rechnung gleich." Nein – siehe oben: Steuer, Freibetrag und Kirchensteuer ändern das Ergebnis spürbar. 5. „Die vorläufige Zahl ist die Wahrheit." Sie ist die beste frühe Schätzung, mehr nicht.

Checkliste zum Selbstrechnen

  • Aktuelle Inflationsrate notieren (hier: 3,3 %, vorläufig) und nach dem 13.10. die endgültige prüfen.
  • Eigenen Zinssatz nach Steuer bestimmen (Freibetrag, Kirchensteuer berücksichtigen).
  • Realzins mit der exakten Formel berechnen.
  • Persönliche Inflationsrate mit dem Destatis-Rechner prüfen.
  • Termine im Blick behalten: 13. Oktober (Destatis, endgültig), 29. Oktober (EZB), 17. Dezember (EZB).
  • Szenarien statt Punktprognose rechnen: z. B. Inflation bei 2,0 %, 2,5 % und 3,3 % – wie ändert sich der Realzins?

Häufige Fragen

Warum ist die Inflation im September so deutlich gestiegen? Laut Destatis vor allem wegen der Energie: +14,9 % zum Vorjahresmonat nach +10,5 % im August. Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie blieb mit 2,4 % unverändert.

Ist die Zahl von 3,3 % endgültig? Nein. Es handelt sich um die vorläufige Schnellschätzung. Die endgültigen Ergebnisse für September veröffentlicht Destatis am 13. Oktober 2026.

Verliere ich mit Tagesgeld Geld, wenn die Inflation höher ist als der Zins? Nominal nicht – der Kontostand wächst. Die Kaufkraft des Guthabens sinkt jedoch, wenn die Teuerung über dem Zins nach Steuern liegt. Wie groß der Effekt ist, zeigt die Realzins-Rechnung oben.

Wie hoch ist der Einlagesatz der EZB aktuell? 2,50 %, wirksam seit dem 16. September 2026. Die nächste Sitzung des EZB-Rats findet am 28./29. Oktober 2026 statt, die Entscheidung wird am 29. Oktober bekanntgegeben.

Was ist der Unterschied zwischen VPI und HVPI? Der VPI ist der nationale Verbraucherpreisindex, der HVPI der für den Euroraum harmonisierte Index, an dem die EZB Preisstabilität misst. Beide werden aus denselben Daten abgeleitet, unterscheiden sich aber in Erfassungsbereich, Methodik und Gewichtung.

Wie berechne ich meine persönliche Inflationsrate? Mit dem persönlichen Inflationsrechner des Statistischen Bundesamts: Sie passen die monatlichen Ausgaben je Güterbereich an Ihr Verbrauchsverhalten an.

Kann die Inflation in den nächsten Monaten wieder sinken? Das hängt vor allem von der Energiepreisentwicklung ab und lässt sich nicht verlässlich vorhersagen. Die EZB-Projektionen vom September gehen für 2027 von rund 2,5 % aus – eine Projektion, keine Zusage.

Fazit

Die Septemberzahl macht eine Rechnung sichtbar, die bei niedriger Teuerung leicht vergessen wird: Zinsen und Inflation müssen zusammen gelesen werden. Bei 2,5 % Verzinsung und 3,3 % Inflation bleibt rechnerisch ein leicht negativer Realzins, nach Steuern je nach Freibetrag etwas mehr. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein guter Anlass, die eigenen Zahlen – Zinssatz, Steuer, persönliche Inflationsrate – einmal sauber durchzurechnen. Die nächsten Fixpunkte sind der 13. Oktober (endgültige Septemberzahl) und der 29. Oktober (EZB-Entscheidung). Aktuelle Zinskonditionen finden Sie in unseren Vergleichen für Tagesgeld und Festgeld; die Ergebnisse sind redaktionell sortiert und enthalten teils Affiliate-Links, die mit „Zum Anbieter" gekennzeichnet sind.

Häufige Fragen

Warum ist die Inflation im September so deutlich gestiegen?

Laut Destatis vor allem wegen der Energie: +14,9 % zum Vorjahresmonat nach +10,5 % im August. Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie blieb mit 2,4 % unverändert.

Ist die Zahl von 3,3 % endgültig?

Nein. Es handelt sich um die vorläufige Schnellschätzung. Die endgültigen Ergebnisse für September veröffentlicht Destatis am 13. Oktober 2026.

Verliere ich mit Tagesgeld Geld, wenn die Inflation höher ist als der Zins?

Nominal nicht – der Kontostand wächst. Die Kaufkraft des Guthabens sinkt jedoch, wenn die Teuerung über dem Zins nach Steuern liegt. Wie groß der Effekt ist, zeigt die Realzins-Rechnung oben.

Wie hoch ist der Einlagesatz der EZB aktuell?

2,50 %, wirksam seit dem 16. September 2026. Die nächste Sitzung des EZB-Rats findet am 28./29. Oktober 2026 statt, die Entscheidung wird am 29. Oktober bekanntgegeben.

Was ist der Unterschied zwischen VPI und HVPI?

Der VPI ist der nationale Verbraucherpreisindex, der HVPI der für den Euroraum harmonisierte Index, an dem die EZB Preisstabilität misst. Beide werden aus denselben Daten abgeleitet, unterscheiden sich aber in Erfassungsbereich, Methodik und Gewichtung.

Wie berechne ich meine persönliche Inflationsrate?

Mit dem persönlichen Inflationsrechner des Statistischen Bundesamts: Sie passen die monatlichen Ausgaben je Güterbereich an Ihr Verbrauchsverhalten an.

Kann die Inflation in den nächsten Monaten wieder sinken?

Das hängt vor allem von der Energiepreisentwicklung ab und lässt sich nicht verlässlich vorhersagen. Die EZB-Projektionen vom September gehen für 2027 von rund 2,5 % aus – eine Projektion, keine Zusage.

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